Ratsprotokoll vom 22.01.1633

Jörgen Pfankuch contra Jorgen Beckmann

Klagender Pfankuch zeigt an, daß Jörgen Beckmann ihm aus seinem haus, von alters Kückelmans-Haus genandt, jars ein huhn erbzins zu entrichten schuldig wäre, das huhn aber seither anno etc. 1614 nicht bezahlt hätte, bat ihn vermöge Siegel und briefe zur Zahlung anzuhalten. Jörgen Beckmann erschienen zeigte an, daß er wider seine vorfahren das geforderte huhn über menschengedenken nicht ausgegeben noch bezahlt hätte. Bat ihn, wie auch seinen voreitern geschehen, damit nicht zu beschweren.

Pfankuch a contra sagte, ob seine voreitern bezahlt hätten oder nicht, wäre ihm daran nicht gelegen, er forderte nur ab anno etc. 1614, so ihm seither nicht bezahlt hätte. Bat ihn bei Siegel und Briefen zu manutenieren und beklagtem die Zahlung aufzulegen. Beklagter will in keine Zahlung sich einlassen, es wäre ihm dann mit rechte auferlegt, bat ihn darüber nicht zu beschweren.

Bescheid:

Weil Georg Pfannkuch mit auferlegung seiner briefe die jährlichen erbzinse aus dem Kückelmanns hause eines huhns erwiesen, Beckmann aber ihm solches wegen verjährung nicht geständig, besonderen sich zum rechte berufen, so wird beklagtem 14 tage zeit und bedenkens gegeben.



jars =jährlich

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Christian Hartmann: Hattingen-Historisch