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Hattingen in Zahlen (eigene Zusammenstellung)
- 990 Zur Zeit
Kaiser Ottos III. ist Hattingen ein Reichshof und gehörte demnach zum
Grundbesitz des Reiches. Ein Reichshof und dessen Bauern unterstehen
ausschließlich der Kaiserlichen Verfügungsgewalt. Vermutlich gab es schon
zu dieser Zeit auf dem Kirchplatz eine kleine Kirche.
- 1005 Der
Reichshof Hattingen wird dem Kloster Deutz überlassen.
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1147 Papst
EugenIII.bestätigt der Abtei Deutz die Besitzungen Reichshof Hattingen
sowie eine Kirche in Winingen (Niederwenigern)
- 1159
Erzbischof
Arnold von Köln gewährt Bewohnern von Wenengeren (Niederwenigern),
Dalehusen (Dahlhausen), Mickolonbecke (Hof Melbeck in Horst) eine
Vergünstigung ihrer Zehntabgaben an das Stift Maria ad gradus in Köln.
- 1160
Der
Hattinger Raum gehört zur Grafschaft Bochum
- 1175
Teilung der
Grafschaft Bochum. Das Gebiet südlich der Ruhr fällt an Graf Arnold von
Altena.
- 1193
Errichtung der Isenburg durch Erzbischof Adolf von Altena mit Hilfe seines
Bruders Arnold. Die Isenburg gehörte damals zu den größten und
wehrhaftesten Burgen in Westdeutschland.
- 1200
Neubau der St.Georgskirche in Hattingen.
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1209
Graf
Friedrich von Isenberg übernimmt nach dem Tode seines Vaters und seines
Bruders die Burg.
- 1217
Erstmalig
wird das Rittergut Haus Bruch erwähnt mit Wilhaven de Bruke.
- 1225
Friedrich
von Isenberg erschlägt am Gevelsberg seinen Vetter Erzbischof Engelbert.
- 1226
Zerstörung
der Isenburg und Hinrichtung Friedrichs in Köln.
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1227
Adolf von
der Mark, der Nutznießer der Tat, errichtet die Burg Blankenstein.
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1230-1243
Streit um
das isenbergische Erbe zw. Graf von der Mark und Dietrich von Isenberg.
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1250
Hattingen
wird von märkischen Soldaten des Drosten der Burg Blankenstein zerstört.
- 1287
Eberhard
II. von der Mark zerstört die Burg Rauendahl, die einem Raubritter (v.
Hardenberg) gehörte.
- 1298
Erster
Hinweis in einer Urkunde auf Haus Weile.
- 1313
Das Gut
Aver der Horst (Über der Horst) wird in einem Steinfurter Lehen genannt.
- 1319
Erstmalig
wird die Ruhrbrücke erwähnt.
1328
Erwähnung
des Edelmannes Arnoldus de Elfrinchusen.
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1329
Die Ritter
de Hattneggen verkaufen den Cleverhof an Johann von Weite auf Cliff.
- 1350
Graf
Engelbert von der Mark verleiht Volberts Haus volle Freiheitsrechte.
Niemand darf innerhalb des Hauses verhaftet oder gefoltert werden. Dies
haus wird später auch Haus der Grauen Mönche genannt.
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1359
Erstmalige
Erwähnung eines Marktes in Hattingen.
- 1396
Hattingen
wird Stadt.
1400
Eine
Stadtschule läßt sich nachweisen.
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1412
Gründung
der ersten 3 Gilden in Hattingen: Kaufleute und Bäcker, Fleischhauer und
Loher und Schuhmacher, Schmiede und Schröter.
- 1430
Ende des
ca. 7 Jahre andauernden Bruderkrieges zw. Adolf von Berg und Gerhard.
- 1444
Während der
Soester Fehde verwüsten die Dortmunder das Gebiet um Hattingen.
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1478
Herzog
Johann verleiht der Stadt das Recht der Stadtwaage und des Bierbrauens.
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1486
Die Ruhr
bildet aufgrund Hochwasser ein neues Flußbett, Haus Kemnade liegt nun auf
der anderen Flußseite.
- 1489
Evert und
Ide Klater verkaufen das Gut Schulenberg an die Stadt Hattingen.
- 1522
Erstmalig
wird das Wollenwever Amt genannt , ein Zusammenschluß der Tuchmacher
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1531
Arnd und
Anna to den Eyken verkaufen Gut Rosendaell an die Stadt Hattingen.
- 1572
Der
Anführer des niederländischen Freiheitskampfes, Prinz von Oranjen, zieht
mit großem Heer durch Hattingen.
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1576
Das heutige
(alte) Rathaus wird fertiggestellt.
- 1586-1590
Ersetzung
des alten Palisadenwalles um Hattingen durch eine steinerne Ringmauer mit
7 Wehrtürmen und 5 Stadttoren.
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1589
Haus
Kemnade brennt nieder.
- 1613
An der
Hattinger Hinrichtungstätte "Im Hagenbuck" (In der Nähe des heutigen
Bangertsweg) werden 3 Verurteilte geköpft und 2 von ihnen auf das Rad
geflochten.
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1614
Gerrit
Anrodt zum Sünsbruch wird auf Anstiftung seiner Gattin von 4 spanischen
Soldaten erschossen. Die Frau wird später in Düsseldorf auf das Rad
geflochten.
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1623
4 Kompanien
spanischer Soldaten werden in Hattingen einquartiert.
- 1625
Angeblich
soll General Tilly durch Hattingen gezogen sein und im Trarbacher Hof (Kl.
Weilstraße 2) übernachtet haben,
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1648
Ende des
30-jährigen Krieges, in dessen Verlauf viele Soldatenheere auch durch
Hattingen marschierten. Friedrich von Heyden wird in Münster für
diplomatische Verdienste bei den Friedensverhandlungen die
Unterherrlichkeit Bruch zugesprochen.
- 1662
Die
baufällige Burg Blankenstein wird abgerissen.
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1663-1704
Wiederaufbau von Haus Kemnade mit Bausteinen der Burg Blankenstein.
- 1720
Aufstand
Hattinger Bürger gegen preußische Werber.
- 1727
Bau der
Bergerschule in Oberstüter.
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1728
Umbau des
alten Weinhauses am Untermarkt zur Johanniskirche.
- 1736
Johann
Friedrich von Syberg erhält die Gerichtsbarkeit über die Herrlichkeit
Stiepel.
- 1756-1763
Der
7-jährige Krieg bricht aus. Auch in Hattingen wird gekämpft.
- 1774
Die
Hattinger Ruhrschleuse bei Haus Cliff wird gebaut.
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1807
Friede von
Tilsit. Preußen muss alle Länder westlich der Elbe, also auch die
Grafschaft Mark an Napoleon abtreten.
- 1813
Der
Kirchplatz wird nicht mehr als Friedhof genutzt.
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1814
Napoleon
muß gehen, das preußische allgemeine Landrecht wird wieder eingeführt.
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1820
Bau der
Kommunal-Chaussee von Hattingen über den Homberg nach Nierenhof. Bau einer
Chaussee von Hattingen nach Blankenstein. Durchgangsstraßen von
Hiddinghausen nach Hattingen und von Bochum nach Hattingen werden geplant.
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1836
An Stelle
der alten Bohrmühle an der Königsteiner Straße wird eine Maschinenfabrik
(später Köppern) errichtet.
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1844
Die
königliche Regierung Arnsberg teilt mit, dass in folgenden Gemeinden die
Einführung der Gemeindeverordnung von 1841 vollzogen ist: Altendorf,
Dumberg, Niederwenigern, Oberbonsfeld, Niederbonsfeld, Horst und Beule,
Dahlhausen, Linden, Baak, Winz, Ober-Niederholthausen, Oberstüter,
Niederstüter, Oberelfringhausen, Niederelfringhausen, Ober- und
Niederbredenscheid, Blankenstein, Ostherbede, Westherbede, Heven, Vormholz,
Durchholz, Bucholz und Stiepel.
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